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Biomasse

Zur Biomasse zählen z. B. Holz, Stroh und so genannte Energiepflanzen. Dies sind ölhaltige Pflanzen wie u. a. Raps, Sonnenblume und vor allem Hanf. Es ist genau genommen gespeicherte Sonnenenergie, die in der Pflanze vom Menschen mittelbar nutzbar gemacht werden kann.

Der Einsatz dieser nachhaltigen und CO2-neutralen Energieart wurde von "Experten" ähnlich gering geschätzt wie der anderer regenerativer Energien.

Doch zu unrecht! Das nutzbare Energiepotential ist gewaltig.

Derzeit kann auf deutschen Ackerböden 15 % der Pflanzenölmenge erzeugt werden, die der Verkehr heute benötigt, wenn jeder 4. Hektar Ackerboden in Deutschland mit Raps (Ertrag: 1000 bis 1200 l/ha im Jahr) angebaut werden würde.

Es gibt weit über 1000 anbaubaufähige Ölpflanzen auf der Welt!

Wenn man die Ölpalme (bis 10.000 l/ha im Jahr) auf 12 % der Gesamtfläche Afrikas anbauen würde, dann könnte mit der jährlichen Pflanzenöl-Ernte der derzeitige Erdölbedarf der Erde ersetzt werden!

Realistischer und ökologischer ist es, die jeweils heimischen Ölpflanzen in jedem Land anzubauen, und zwar in Zukunft nicht als Monokulturen, sondern z.B. als Agroforst- oder Mischfruchtkulturen des Öko-Landbaues.

Würden wir diese Vision realisieren, alle Dritte-Welt-Länder würden befreit von der Erdöl-Abhängigkeit und hätten ein Exportgut, das ihnen keine Boden-Nährstoffe (wie beim Futter- und Nahrungsmittel-Export) entziehen würde.

Würde z. B. die USA auf 6 % ihrer Landesfläche den zu Unrecht verteufelten Hanf anbauen und damit Blockheizkraftwerke und Fahrzeuge betreiben, so könnte man dort auf Erdöl komplett verzichten.

Unglaublich aber wahr!

Kaum jemand außer den Fachleuten dürfte bekannt sein, dass in Deutschland so viel Holz nachwächst, dass sämtliche Privathaushalte damit heizen könnten.

Bestimmte Interessengruppen haben nach unserer Auffassung offensichtlich auch gar kein Interesse daran, dass solche Dinge einer breiten Öffentlichkeit bekannt werden, denn man möchte ja noch eine Weile Erdöl, Kohle und Atomstrom verkaufen und an längst abgeschriebenen Kraftwerken verdienen.

Holzhackschnitzelkraftwerke sind schon jetzt auch in unserer Region langsam im kommen.

Pflanzenöl als Energieart steht erst am Anfang seiner Karriere. Erste Flottenversuche mit umgebauten Dieselmotoren laufen derzeit. Die Ergebnisse stimmen hoffnungsvoll:

Der Treibstoffverbrauch liegt nicht höher, die Zuverlässigkeit und die Haltbarkeit sind nicht schlechter als beim Dieselmotor.

Blockheizkraftwerke sind mittlerweile schon auf dem Markt zu finden.

Viele Haushalte könnten sich ab ca. 10.000,- € anstatt eines konventionellen Öl- oder Gasheizkessels ein kleines Blockheizkraftwerk, das mittlerweile kleiner als ein Kühlschrank ist, oder einen Holz-Dauerbrenner in ihren Heizkeller stellen, und damit gleichzeitig Wärme und elektrische Energie erzeugen, zum Eigengebrauch und/oder zur Abgabe ins Netz.

Damit wäre sogar Geld zu verdienen!!!

Zentrale Atom- oder Kohlekraftwerke wären überflüssig, die großen Schornsteine könnten verschwinden und die Strommasten könnten weniger und kleiner werden, da die Energie lokal in einem "virtuellen" Kraftwerk in vielen einzelnen Haushalten erzeugt und dann ins Netz eingespeist wird.

Utopie? Nein, das wäre innerhalb weniger Jahre ohne Verlust von Lebensqualität machbar, wenn zum Einen die Politik und die Industrie den Mut aufbrächten und die entsprechenden Weichen stellen würden und zum Anderen die Verbraucher den Mut aufbrächten, ihre Fahrzeuge auf Pflanzenöl umzustellen und/oder sich ein Blockheizkraftwerk oder einen Holz-Dauerbrenner installieren würden.

 

  • Unabhängigkeit von den Öllieferanten und Ölpreisen, die Macht der großen Erdöl- und Energiekonzerne wäre Vergangenheit. Die energie-, kosten- und zeitaufwendige Suche nach neuen Erdölquellen hätte ein Ende. Es müssten nicht noch mehr sensible Gebiete wegen dem "schwarzen Gold" zerstört werden
  • Existenzsicherung für Forstwirtschaft und die Bauern, die Ölsaaten und Wälder zur Energiegewinnung anpflanzten.
  • Steigende lokale Wertschöpfung, das eingenommene Geld wird zu Arbeitsplätzen in der Forst- und Landwirtschaft und eventuell zu lokalem Wohlstand. Man könnte sich sogar eine Ölmühle (ab ca. 3500 DM ergibt 12000 Jahresliter) zulegen, damit die ölhaltigen Samen selber mahlen und die wertvollen Rückstande als Futtermittel fürs Vieh verkaufen. Eine Win-Win-Situation könnte entstehen.
  • Beitrag zum Klimaschutz, da im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen kein zusätzliches CO2 ausgestoßen wird, sondern nur das Kohlendioxid, das im Lebenszeitraum der Pflanze von ihr gebunden wurde.
  • Energieeinsparung durch kurze Transportwege, keine Öl verseuchten Urlauberstrände und Meere durch Tankerunfälle.
  • Pflanzenöl ist im Gegensatz zu Erdöl und den daraus hergestellten Produkten völlig ungiftig und nicht Wasser gefährdend. Stellen Sie sich vor, sie tanken mit der Gießkanne ihr Auto, und holen sich aus dem gleichen Tank Ihr Salatöl für's Mittagessen. Selbst wenn mal etwas daneben geht, ist das absolut unkritisch für den Wasserhaushalt.
  • Keine (kaschierten) Kriege mehr um die immer knappen werdenden letzten Ölreserven.
  • In menschlichen Zeiträumen gemessen ist Biomasse eine unerschöpfliche Energiequelle, so lange nicht mehr entnommen wird, als nachwächst.


www.biorohstoff.de

www.pflanzenoel-motoren.de

www.bv-pflanzenoele.de



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