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Sonnenenergie

Die Sonne schickt uns keine Rechnung!

In der Tat ist Sonnenenergie weltweit die bedeutendste der regenerativen Energiequellen.

Die jährlich auf die gesamte Erdoberfläche eingestrahlte Sonnenenergie ist etwa 20.000 mal größer als der weltweite Energieverbrauch pro Jahr. Die eingestrahlte Energiemenge beträgt in Deutschland durchschnittlich 860 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Relativ günstige Bedingungen gelten für fast alle Landschaften südlich von Main und Mosel; dort können Werte über 1.000 Kilowattstunden erreicht werden. Genaue Daten für die einzelnen Regionen sind bei den jeweiligen Wetterämtern erhältlich.

Zur Deckung des Wärmebedarfs bietet sich Photothermik (Sonnenkollektoren) an, die zur Unterstützung der Gebäudeheizung und besonders der Warmwasserbereitung sinnvoll eingesetzt werden kann; im Sommer kann so der ungünstige Kurzzeitbetrieb von herkömmlichen Heizungsanlagen vermieden werden.

Die Warmwasserbereitung kann während der Sommermonate (Mai bis Oktober) zu annähernd 100 Prozent und während der übrigen Zeit noch immerhin bis zu 30 Prozent durch den Einsatz von Solarenergie gedeckt werden.

Photovoltaik bedeutet die Umwandlung von Sonnenenergie in Elektrizität mit Hilfe von Solarzellen.

Bei Ein- oder Mehrfamilienhäusern ist in der Regel ein Netzanschluss vorhanden, so dass hier ein Wechselrichter den 12-Volt-Gleichstrom der Solarmodule in einen 220-Volt-Wechselstrom umwandelt und überschüssiger Strom ins Netz eingespeist werden kann.

Beim sogenannten "Inselbetrieb", also z.B. bei Gartenlauben, Segelbooten, Solarmobilen, Wohnwagen, Wohnmobilen hat man aufgrund des zumeist fehlenden Netzanschlusses die Möglichkeit entweder Beleuchtung, Fernseher, Kühlschrank usw. in einer 12-Volt-Version anzuschaffen oder den Strom mit einem Wechselrichter umzuformen.

Umweltexperten schätzen, dass der heutige Energiebedarf der Bundesrepublik Deutschland langfristig etwa zur Hälfte durch Solarenergiegedeckt werden kann.

Rund ein Drittel des Jahresbedarfs an Strom könnten Großstädte mit Solarstrom abdecken. Das wurde in einer Diplomarbeit am Institut für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück nachgewiesen. Um das Ziel zu erreichen, müssten nur die schon vorhandenen Dachflächen mit Solarzellen ausgerüstet werden.

Im Gegensatz zur konventionellen Stromerzeugung werden während des Betriebes keine umweltgefährdenden Emissionen freigesetzt. Verschiedene Studien haben gezeigt, das PV-Anlagen entgegen früheren Behauptungen eine positive energetische Bilanz haben. Eine PV-Anlage benötigt heute zwischen 5 und 12 Jahre, bis sie eine Energiemenge produziert hat, die der des energetischen Aufwandes zur Herstellung, Betrieb und Entsorgung entspricht. Bei einer Lebensdauer der Anlage von voraussichtlich 20-25 Jahren ergeben sich somit positive Energiebilanzen. Mit den in Entwicklung befindlichen Dünnschichtsolarzellen sind voraussichtlich noch geringere energetische Amortisationszeiten erreichbar.

Das "100.000-Dächer-Programm" der Bundesregierung soll der Photovoltaik in Deutschland zum Durchbruch verhalfen. Insgesamt 100.000 neue Solaranlagen sollen in Betrieb gehen und pro Jahr 300.000 Megawattstunden Strom ins Netz speisen.



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