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Pflegeeinsätze am Birnbach im Jahr 2016


Auch in diesem Jahr haben wir wieder in die Hände gespuckt!

Seit über 10 Jahren pflegt der BUND nunmehr 50 000 m2 Ausgleichsflächen entlang des Birnbachs in Landau mit Kleingeräten. Vorher ratterte der Kreiselmäher am Megaschlepper durch dieses Gebiet das zum Ausgleich für ein Gewerbegebiet der Natur zurückgegeben werden musste. Aufgrund unserer Kritik an Großmaschineneinsatz wurde dem BUND der Auftrag erteilt die Flächen ökologisch zu pflegen. Der Erfolg gab uns recht: Schwarzkehlchen, Gottesanbeterin und viele andere selten gewordene Arten fanden auf den ehemals intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen ein neues Zuhause. Unsere Ehrenamtlichen leisten eine wertvolle Arbeit im Sinne des Artenschutzes.

Durch die lang anhaltende Regenperiode im Frühjahr 2016 wurde das Mähen erschwert und verspätet durchgeführt. Leider mussten wir Massen von grünem Schnittgut - in Ermangelung eines Bauern für die Abnahme - zum Kompostwerk der Stadt Landau fahren.

Jedoch das Heu im Juni und den 2. Schnitt im Oktober konnten wir einem Biolandbetrieb mit Galloway-Zucht zur Verfügung stellen.

Wir hatten insgesamt an 7 Tagen mit vielen Helfern 337 Stunden geleistet.

Neben der Arbeit macht es auch Spaß in der Gruppe zu agieren, es gibt gute Gespräche und eine kleine Verpflegung.

Wer Lust hat, uns bei dieser Arbeit zu unterstützen, melde sich bitte unter e-mail: oh.lindelbrunn@web.de oder Tel: 06398/498.

Arbeitseinsatz am Birnbach

Am 12./13.08.2011 und 19./20.08.2011 findet ein weiterer Arbeitseinsatz am Birnbach in Landau statt.

Beginn ist, wie immer, um 9 Uhr und für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Wir würden uns über zahlreiche Helfer, die ein Stück Natur pflegen und erhalten wollen, sehr freuen.

Gottesanbeterin am Birnbach entdeckt

Bei den laufenden Pflegemaßnahmen, die der BUND Südpfalz auf den Ausgleichflächen am Birnbach durchführt, haben die Naturschützer einen überraschenden und erfreulichen Fund gemacht. Entdeckt wurde ein Exemplar der äußerst seltenen Gottesanbeterin (s. beigefügte Fotos!). Armin Osterheld vom BUND: „Dass diese kleine Sensation eintreten konnte, ist wohl auch ein Erfolg unserer seit einigen Jahren im Auftrag der Stadt Landau fachgerecht durchgeführten Pflegearbeiten auf den 10 Hektar umfassenden Flächen am Birnbach“.

Die auf der Roten Liste stehende europäische Gottesanbeterin ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Vertreterin der sog. Fangschrecken. Das bizarr wirkende Insekt, dessen Erscheinung an die Körperhaltung einer Betenden erinnert, kann bei den Weibchen bis zu 75 Millimeter lang werden; die Männchen bleiben deutlich kürzer. Bemerkenswert ist der große, dreieckige und sehr bewegliche Kopf. Das Weibchen von „Mantis religiosa“ neigt gelegentlich dazu, während oder nach der Paarung das körperlich schwächere Männchen einfach zu verzehren.

Die im Mittelmeerraum heimische Art kommt in Deutschland nur ganz selten und nur auf Wärmeinseln wie z. B. auf dem Kaiserstuhl am Oberrhein vor. In Rheinland-Pfalz nachgewiesen ist sie lediglich im Raum Trier und im Gebiet des Bienwalds.

Bei den Arbeiten am Birnbach wird mit viel Handarbeit und unter Verzicht auf Großgerät – fast vergleichbar den Arbeitsmethoden der vorindustriellen Landwirtschaft - sensibel auf kleinräumige Standortverhältnisse Rücksicht genommen. So entsteht wieder allmählich ein Mosaik unterschiedlicher Biotope, und vom Aussterben bedrohte Arten erhalten neue Entwicklungsmöglichkeiten.

Weil es sich also lohnt, auf dem Biotop in Stadtnähe Einsatz zu zeigen, möchte die BUND-Gruppe an rüstige Rentner/innen oder Vorruheständler/innen herantreten und dazu ermuntern, bei den derzeitigen Pflegearbeiten am Birnbach mitzuhelfen. Naturerlebnis und fröhliche Geselligkeit bei den körperlich leichten Arbeiten sind garantiert. Nächster Einsatz ist am Freitag / Samstag, dem 19. und 20. August. Anmeldungen werden angenommen und Auskunft wird erteilt unter der Telefon-Nummer 06398 – 498.



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