BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Umgang mit Saatkrähen

Saatkrähen leben in Städten vor allem weil sie sich an menschliche Lebensweise gut anpassen konnten, im Gegensatz zu vielen anderen Tierarten. Dort bessere klimatische Bedingungen und besseres Futterangebot in Form von weggeworfenen Lebensmitteln finden und damit ihr Überleben sichere ist als im Umland. Zudem sind freistehende, hohe Bäume in Parkanlagen und Allen idealer Nistplatz für die Kolonienbrütern.

Schwierig wird das Zusammenleben wenn sich Mensch und Tier Lebensraum teilen. Saatkrähen sind wie alle anderen, wildlebenden Vogelarten vom BNatschG geschützt und dürfen daher nicht getötet werden. Eine Ausnahmegenehmigung vom Jagdverbot kann zwar in Ausnahmefällen von der oberen Naturschutzbehörde erlassen werden, zeigt sich jedoch maximal ein Jahr als wirkungsvolle Eindämmung der Population. Spätestens im zweiten Jahr wird die Individuenzahl durch verstärkte Brut wieder erreicht. Ebenso wenig erfolgreich sind Vergrämung, Aushebung von Nestern und sonstige gewährte Ausnahmen vom Tötungsverbot.

Zielführend ist nach Einschätzung des BUND nur eine Verhinderung des Nestbaus an besonders sensiblen Orten, durch Kurzhalten der Bäume, Flatterbänder etc, wobei hier jährlich nachgebessert und verändert werden muss. Die sehr intelligenten Tiere gewöhnen sich sehr schnell an Abschreckungsmethoden und erkennen ihre Ungefährlichkeit.

Der BUND empfiehlt einen veränderten Umgang mit den Tieren und einer Akzeptanz des Zusammenlebens.

Der kommunaler Seite empfehlen wir eine Unterstützung der stark Betroffenen in Form von kostenloses Abdeckplanen und Waschmarken fürs Auto, finanzielle Unterstützung betroffener Gastronomen bei der Anschaffung von Schirmen oder Sonnensegeln, sowie ein Werben für das Zusammenleben von Mensch und Tier. Evtl. auch durch unterstützende Beobachtungsmöglichkeiten in Form von Nestkameras oder Beobachtungsplattformen in den Bäumen.

27. Oktober 2014

Freimersheimer Mühle

Das Verwaltungsgericht Neustadt hat unsere Umweltschadensklage als unbegründet abgewiesen und eine Berufung nicht zugelassen. Die Begründung des Urteils erscheint nicht überzeugend. Das Urteil kommt zu folgenden drei Ergebnissen:

  1. für die Art Dunkler Wiesenknopf - Ameisenbläuling kommt es nicht zu nachteiligen Veränderungen, daher kein Umweltschaden.
  2. für die Art Großer Feuerfalter kann die Frage nachteiliger Veränderungen nicht eindeutig beantwortet werden, daher wäre eine fachgutachterliche Prüfung notwendig.
  3. die Fa. Cornexo GmbH & Co KG wäre aber für einen entstandenen Schaden nicht verantwortlich.

Wir haben nun einen Antrag auf Zulassung der Berufung beim Verwaltungsgericht Neustadt gestellt. Wir sehen vor dem Hintergrund, dass es bisher noch keine einschlägige Rechtsprechung zum Umweltschadensrecht gibt sowie die stetig zunehmenden Fachbeiträge, die in diesen Fall Eingang finden, gute Chancen für eine Zulassung und einen Erfolg der Berufung. Dieser Rechtsstreit hat Bedeutung für die Fortentwicklung des Umweltschadensrecht.

27. Mai 2011

Vortrag: Faszination Honigbiene

Am Freitag, den 27.5.2011 findet um 19:30 Uhr im Storchenzentrum Bornheim, Kirchstr. 1, ein sehr interessanter Vortrag von Prof. Stever zur Honigbiene und Imkerei statt.

Der Vogelschutzverein Bornheim lädt hierzu alle Interessierten herzlich ein.

Mehr zum Vortrag...

18. Februar 2010

Vortrag "Streuobstbestände und Birnensorten in Oberotterbach und Umgebung

Die Ortsgemeinde Oberotterbach lädt Interessierte und ganz besonders Besitzer von Grundstücken, auf denen am Rand des geplanten Obstwanderweges noch alte / historische Obstbäume stehen, zu oben genanntem Vortrag am Freitag, den 18. Februar 2011 um 19:00 Uhr in die Otterbachhalle ein.

Klaus Hünerfauth aus Gommersheim, Diplom-Geograf, Fachagrarwirt für Baumpflege und - sanierung sowie Mitarbeiter im Arbeitskreis "Historische Obstsorten Pfalz-Elsass-Kurpfalz" wird über die historische Verbreitung des Hochstamm-Obstbaus im Gebiet und über erste "Obstsortenkartierung am Oberrhein" berichten.

Im Mittelpunkt werden regional verbreitete Sorten stehen, insbesondere Weinbirnensorten, die im Südpfälzer Raum noch öfter vorzufinden sind. Von vielen Sorten werden nicht nur Bilder von Früchten, sondern auch von Bäumen zu verschiedenen Jahreszeiten und an typischen Standorten sowie die Blüten gezeigt.

An diesem Abend werden u. a. auch, zum Thema passend, Getränke wie
Apfel- und Birnenwein von Peter Brunck vom Heidebrunnerhof,
Birnensaft der BUND Kreisgruppe Südpfalz aus dem Wildkatzenkorridor und
Apfelsaft vom NVS, die von Streuobstwiesen stammen, angeboten.
Der Eintritt ist frei.

16. Dezember 2010

Eiche von Gossersweiler-Stein

Ungewöhnlicher Fall von Selbstherrlichkeit.
Schlimmes Treiben eines Dorfchefs gegen Naturschutzrecht, behördliche Anordnung und getroffene Absprachen.

[Pressemeldung BUND Südpfalz]

[Stellungnahme Naturschutzbeirat Südliche Weinstraße]

Quelle: http://suedpfalz.bund-rlp.de/themen_projekte/natur_und_artenschutz/