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Eh-Da-Flächen


So schön und wertvoll können Eh-Da-Flächen sein!

Der BUND Herxheim und der Naturschutzverband Südpfalz e.V. hatten am 17.03.2016 zu einer Präsentation ins Haus der Begegnung eingeladen.
Hier der Einladungstext, die gehaltene Präsentation und der Rheinpfalzartikel dazu.

Im April 2016 hat der Herxheimer Gemeinderat die Teilnahme am „Eh-Da-Programm“ beschlossen.

Was sind aber Eh-Da-Flächen?

Wie der Name schon sagt, sind das Flächen, die eh schon da sind, die aber weder einer landwirtschaftlichen noch naturschutzfachlichen Nutzung unterliegen. Oft sind das zum Beispiel Straßenböschungen, Verkehrsinseln, Bahndämme, Geländestufen und vieles mehr. Ziel des Projektes ist es, diese ungenutzten und oft stiefmütterlich behandelten Flächen wieder in eine naturschutzfachlich sinnvolle „Nutzung“ zu überführen. So können die Eh-Da-Flächen wesentlich dazu beitragen, die Artenvielfalt auf einfache, kostengünstige und nachhaltige Weise zu erhalten.

In Herxheim ist das Projekt der Eh-Da-Flächen mittlerweile im Herxheimer Projekt "In Herxheim blüht uns was" aufgegangen, dass wir Ihnen hier kurz skizzieren wollen:
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In Herxheim blüht uns was
Seit Jahren macht die Ortsgemeinde Herxheim unter Federführung des Beigeordneten Hans Müller auf die dramatische Notlage von Bienen, Hummeln und Co. aufmerksam. Der Name des 2010 ins Leben gerufenen Projektes lautete „Blühende Region“, und unter diesem Motto bekommen Sie auch in diesem Jahr wieder Saatgut für blühende Beete gratis an der Servicetheke im Rathaus: Die Blütenmischung ist besonders geeignet, um das Nahrungsangebot unserer Bienen zu verbessern.

Unter dem Motto „In Herxheim blüht uns was“ möchte die Ortsgemeinde in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde eine tiefer greifende Aktion ins Leben rufen, einen Prozess in Gang bringen:
Jeder spricht von Biodiversität und deren Rückgang. Doch warum ist dieses Thema von so großer Bedeutung? Der Begriff Biodiversität - oder auch biologische Vielfalt - umfasst die gesamte Vielzahl der Ökosysteme, der Tier- und Pflanzenarten sowie die genetische Vielfalt. Die ursprünglich vorhandene Vielzahl aller Arten ist seit Jahren stark rückläufig und zwar in bedenklicher Geschwindigkeit. Natürliche Lebensräume werden vernichtet, die Aussterberate von Tieren und Pflanzen ist hoch. Die gesteckten Ziele des Weltklimagipfels 1992 in Rio de Janeiro zum Erhalt der Biodiversität - zu denen sich auch Deutschland bis zum Jahr 2020 verpflichtet hat - drohen zu scheitern; das nationale Ziel, den Verlust der Biodiversität zu stoppen, wird verfehlt.

Das Bundesamt für Naturschutz hat dies in einem umfassenden Artenschutzreport im Mai 2015 bestätigt. Wörtlich heißt es darin: „Der Zustand der Artenvielfalt in Deutschland ist alarmierend, denn ein Drittel der auf der Roten Liste erfassten Arten ist im Bestand gefährdet, viele sind sogar schon ausgestorben.“
Trotz Teilerfolgen zu deren Erhalt ist der Rückgang der Artenvielfalt eine Tatsache. Die Gründe für diesen Verlust sind weitreichend, vielfältig und komplex. Der Verbrauch von Ackerland für Siedlungsflächen, die zunehmende Versiegelung und auch die Landwirtschaft als größter Bewirtschafter unserer Kulturlandschaft hat neben anderen Ursachen Anteil.

Die moderne Landbewirtschaftung stellt Landwirte vor große Herausforderungen: Einerseits sind sie gezwungen, angesichts katastrophal niedriger Preise hohe Ernten einzufahren, um immer mehr Menschen von immer weniger Ackerland zu ernähren. Andererseits sind sie Vorwürfen ausgesetzt, ihre intensive Art der Bewirtschaftung beschleunige den Artenrückgang.
Auch die Landwirtschaft wird hier einen signifikanten Beitrag leisten müssen.

Biologische Vielfalt ist Voraussetzung für funktionsfähige Ökosysteme. Diese bieten Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen und bilden unsere natürliche Lebensgrundlage. Sie regulieren das Klima, sind wichtig für den Nährstoffkreislauf und für sauberes Trinkwasser. Sie liefern Nahrungsmittel und Energie. Der Schutz der Biodiversität ist daher unverzichtbar für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung heutiger und künftiger Generationen. Wir müssen dringend unsere Anstrengungen verstärken, den Artenrückgang zu stoppen. Um effektiv gegensteuern zu können, bedarf es mehrerer Maßnahmen, und Ziel muss sein, moderne, wettbewerbsfähige Landwirtschaft und Artenschutz zu vereinen. Oftmals kann man schon mit einfachen Maßnahmen viel erreichen.

Im Herbst 2016 gab es hierzu in der Festhalle Herxheim eine Auftaktveranstaltung, bei der in einem breiten und sachlichen Dialog aller gesellschaftlich relevanter Gruppen und Institutionen vermittelt wurde, warum Biodiversität so wichtig ist und warum es sich lohnt, sie zu fördern.
Gemäß des Mottos „Gemeinsam statt einsam“, und weil Biodiversität nicht vor Gemarkungsgrenzen halt macht, hat auch Bürgermeisterin Hedi Braun ihre Unterstützung für das Projekt zugesagt.

Wenn Sie sich ebenfalls einbringen und das Projekt unterstützen wollen oder Ideen und Anregungen zur Verbesserung der Situation der Artenvielfalt in unserer Verbandsgemeinde haben, schreiben Sie Herrn Hans Müller unter h.mueller@herxheim.de.

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Der BUND Herxheim unterstützt dieses Projekt mit Rat und Tat, wie solche Flächen wieder für den Naturschutz wertvoll werden können.

Mehr Informationen zum Thema Eh-Da-Flächen finden Sie hier:

    Institut für Agroökologie
    Innovation Naturhaushalt
    Download Broschüre Eh-Da-Flächen



Jubiläum BUND Herxheim

Wir würden uns freuen, wenn ihr am Wahltag, den 24.09.2017 ab 18:00 Uhr im Haus der Begegnung in Herxheim das 30-jährige Jubiläum der Ortsgruppe gemeinsam mit uns begeht.


Termine des BUND

Monatstreffen: Unser nächstes Monatstreffen ist am 13. September 2017 um 19:30 Uhr im Haus der Begegnung in Herxheim. Wie immer sind alle Naturinteressierten herzlich eingeladen, uns kennenzulernen.

So erreichen Sie uns

BUND Ortsgruppe Herxheim
Geschäftsstelle
Claudia Mohra und Thomas Mosthaf
Peter-Betz-Straße 19
76863 Herxheim
Tel.: 01515-8118036
Mail: herxheim@bund-rlp.de

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