Kreisgruppe Suedpfalz

Fotoaktion zum Tag des Bodens am 5. Dezember

Landesarbeitskreis Flächenverbrauch und Bodenschutz ruft gemeinsam mit dem BUND Landesverband zu Fotoaktion am Tag des Bodens auf

Jenni Follmann BUND hält ein Schild hoch auf dem "Bodenschutz statt Betonschmutz" steht Aufruf zur Beteiligung an der Aktion gegen Flächenversiegelung  (Jenni Follmann, Niko Martin)

Alle Bodeninteressierten sind aufgerufen, sich mit dem Schild „Bodenschutz statt Betonschmutz“ vor einem gefährdeten Boden zu positionieren. Damit sind alle Böden gemeint, die durch Flächenverbrauch bedroht sind – z.B. die Wiese am Ortsrand, die durch Bauvorhaben bedroht ist oder die alte Streuobstwiese, die überbaut werden soll.

Die Fotos sollen am Weltbodentag als Bildserie per Socialmedia und dem Lumbricus-Blog www.lumbricus.world, der Menschen für das Thema Bodenschutz sensibilisiert, veröffentlicht werden. Alle die mitmachen möchten, können sich das Schild ausdrucken (am besten mindestens in A4). Das fertige Foto kann mit Angabe des Ortes oder der gefährdeten Region bis zum 1. Dezember an Jenni Follmann, jenni.follmann(at)bund-rlp.de, Ansprechpartnerin des AK Flächenverbrauch und Böden, gesendet werden.

Wir würden uns freuen, wenn zahlreiche Bilder aus der Südpfalz bei ihr ankommen.

 

Bürgerinitiative Kein Erdöl aus Offenbach e.V. nimmt den Kampf gegen das Bergrecht auf

Die BUND Kreisgruppe Südpfalz und der BUND Landesverband Rheinland-Pfalz wollen die Social Media Kampagne zur Petition unterstützen. Teilen auch Sie den Link!

Zusammen mit der Fridays For Future OG Landau startet Bürgerinitiative "Kein Erdöl aus Offenbach" am 25.09.2020 ihre Petition gegen das Bergrecht.

Link zur Anmeldung auf der Petitionsplattform des Deutschen Bundestages über die Homepage der BI

In Zeiten von Klimakrise und Energiewende wird das Bergrecht immer noch über Klimaschutz, Grundwasserschutz und über die Grundrechte der Bürger*innen gestellt. Dem BUND ist dieses Gesetz schon seit Jahrzenten ein Dorn im Auge, doch alle bisherigen Bemühungen das Bergrecht zu demokratisieren, scheiterten bislang. Ist jetzt endlich die Zeit gekommen? 

Die BUND Kreisgruppe Südpfalz und der Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. wollen die Social Media Kampagne zur Petition möglichst weit verbreiten. Teilen auch Sie den Link und melden Sie sich jetzt schon an!

Hier finden sie den Petitionstext.

Die Rede für den globalen Klimastreik.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen und Forderungen finden sie hier. (Danke an Kaycee von Fridays For Future!)

 

Flächenverbrauch ohne Ende: BUND fordert engagierten Bodenschutz und ruft zur Briefaktion auf

Mainz. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz ist Mitzeichner der Resolution und des offenen Briefes des Bundesbündnis‘ Bodenschutz an die Bundeskanzlerin. Die Aufforderung lautet, den Flächenschutz endlich auf die politische Agenda zu setzen, wirksam die Flächenversiegelung zu begrenzen, die Flächenkreislaufwirtschaft umzusetzen und den Betonparagrafen 13b Baugesetzbuch (BauGB) auf keinen Fall wiedereinzuführen.

Den Umweltverband plagt, wie die ebenfalls im Bündnis vertretenen Bauern*Bäuerinnen, Bodenexpert*innen und Bürgerinitiativen, die Sorge um den leichtfertigen Umgang mit dem Boden. „Für Bauprojekte werden Natur und Landwirtschaft immer wieder wertvolle Flächen entzogen, die danach - selbst bei bester Entsiegelung - nie wieder den ökologischen Wert zurückbekommen können, den sie zuvor hatten“, sagt BUND-Landesvorsitzende Sabine Yacoub. „Die mit dem Flächenverbrauch einhergehende Versiegelung hat negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt, den Klimaschutz und die Trinkwasserentstehung. Durch die Versiegelung sind die ökologischen Funktionen als Lebensraum, Kohlenstoffsenke und Wasserfilter verloren.“

Dies erkannte auch die Bundesregierung und setzte sich bereits 2002 das Ziel, den zusätzlichen täglichen Flächenverbrauch bis 2020 auf 30 Hektar zu verringern. Bei einem derzeitigen Flächenverbrauch von 58 ha pro Tag wird dieses Ziel aber nicht erreicht werden. Ganz im Gegenteil: der bis Ende 2019 gültige Paragraf 13b des Baugesetzbuchs (BauGB) ermöglichte ein Bauen ohne Umweltverträglichkeitsprüfung und sorgte so für einen Bauboom im beschleunigten Verfahren. Dieses Sonderrecht hat laut Umweltbundesamt vor allem den Bau von Einfamilienhäusern in schwach besiedelten Gebieten befeuert und damit sein Ziel verfehlt. War er doch eingeführt worden, um bezahlbaren Wohnraum insbesondere in Ballungsgebieten zu ermöglichen. Ende April soll dieser ursprünglich als Kriseninstrument in der Flüchtlingskrise installierte Paragraf nach Willen der CSU dauerhaft ins Baugesetzbuch einziehen.

Dazu Yacoub: „Das konterkariert völlig die eigentlichen Ziele der Bundesregierung den Flächenverbrauch einzudämmen. Hier stehen wir mit Landwirtschaft, Wissenschaft und Bürgerinitiativen auf dem Acker und der Wiese und können uns nur die Haare raufen. Von einer zukunftsfähigen Politik erwarten wir uns deutlich mehr.“

Der BUND hat außerdem eine Briefaktion an Baupolitiker*innen und Landesminister*innen gestartet. Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen sich daran zu beteiligen. Siehe www.bund-rlp.de/13b.

Weitere Informationen:

Für Rückfragen: Sabine Yacoub, Landesvorsitzende, 0174-9971892

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