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Kreisgruppe Suedpfalz

Neues Grundstück für den Wildkatzenkorridor

Der Korridor Bienwald - Pfälzerwald wurde erweitert.

Der BUND Rheinlandpfalz hat zusammen mit der Kreisgruppe Südpfalz ein weiters Grundstück bei Oberotterbach erworben. Somit wird die Arbeit an dem Korridor weiter vorgesetzt. Für die Wildkatze und andere Wildtiere konnte der Korridor somit erweitert und gesichert werden.

Rettungsnetz für die Wildkatze

Noch vor 150 Jahren waren Wildkatzen in den Wäldern Deutschlands weit verbreitet. Seitdem haben die Bestände kontinuierlich abgenommen. Durch die immer stärker voranschreitende Zersiedlung der Landschaft oder den Bau neuer Verkehrswege leben Wildkatzen heute zurückgezogen in teilweise stark voneinander isolierten Vorkommen. Die Tiere können ihre Waldinseln kaum noch ungefährdet verlassen. Ohne Wanderungen in neue Reviere und einen genetischen Austausch ist das Überleben der letzten echten "Waldkatzen" aber langfristig gefährdet.
Um einen Austausch der Populationen zu fördern und damit das Leben von Wildkatzen und anderen Wildtieren zu ermöglichen plant der BUND einen Wildtierkorridor. Der Korridor soll aus einem Netz von Wild-Wanderwegen bestehen und durch ganz Deutschland verlaufen. Bestehende Wälder und zu schaffende Korridore sollen ein Rettungs-Netzwerk von über 20 000 Kilometern Länge bilden. 

Umsetzung des Pilotprojekts Wildkatzenkorridor in der Südpfalz

Eine Erfolgsgeschichte...
Der BUND Südpfalz konnte, seit Projektstart im Jahr 2009 bereits 22 Grundstücke mit einer Gesamtfläche von etwa 45.000 m² (!!!) sichern. Die Wegeführung des Südpfälzer Wildkatzenwanderkorridors entstand auf Basis wissenschaftlich fundierter Daten (ÖkoLog, Mathias Herrmann et al.), welche durch Untersuchungen an besenderten Wildkatzen erhoben worden sind. Der 9 km lange Verlauf des Korridors stellt den "kürzesten Verbindungsweg zwischen den Waldgebieten Pfälzer Wald und Bienwald mit den relativ besten Lebensraumtrittsteinen " dar (KLAR 2007).
Die Aufgaben, denen sich der BUND Südpfalz auch weiterhin widmet, bestehen in der Sicherung weiterer bestender Feldgehölze sowie der Anlage neuer Trittsteinbiotope, die den Wanderkorridor verdichten. Zudem sollen potentielle Unfallstellen (bspw. Strassen) entschärft werden. Des Weiteren ist die wildkatzenfreundliche Gestaltung der Biotope unser Ziel.
Durch die Hilfe zahlreicher Unterstützer und Förderer aus Politik, Landwirtschaft, Jägerschaft, des Forstes, des NVS und selbstverständlich naturinteressierter Bürgerrinnen und Bürger ist es uns möglich, diese Ziele und Aufgaben erfolgreich umzusetzen. Vielen Dank !!! 

Projektverlauf

Seit 01.08.2010 betreut die Aachener Biologin Sylvia Mentzel mit viel Enthuiasmus und Engagement dieses Projekt.
Durch ihre Diplomarbeit "Raumnutzung eines Wildkatzenkuders (Felis silvestris silvestris) im Weinbergsgebiet zwischen Pfälzerwald und Rheinebene" konnte sie wertvolle Ergebnisse zur Lebensraumnutzung von Wildkatzen sammeln und somit den wissenschaftlichen Kenntnisstand erweitern. Während ihrer Telemetriestudie arbeitete sie bereits eng mit dem BUND Regionalbüro Südpfalz und der Kreisgruppe zusammen. 
Auch dieser zweite Übergang klappte reibungslos. Wir wünschen Ihr viel Erfolg.
 
Am 09.05.2010 wurde das Projekt im Rahmen einer Fahrradtour der FWG Oberotterbach präsentiert. Für diese Möglichkeit und das rege Interesse bedanken wir uns ganz herzlich. Ganz besonderen Dank an den Fraktionsvorsitzenden Peter Brunck vom Heidenbrunnerhof.
 
Am 10.04.2010 wurde ein Wildkatzenlauf in Kooperation mit der Laufgemeinschaft Rülzheim unter dem Motto "Mer laufen fer die Katz" in Oberotterbach organisiert.
Die Resonanz übertraf all unsere Erwartungen. Es kamen ca. 350 Läufer, mit den Besuchern zusammen dürften geschätzte 700 Menschen an der Veranstaltung teilgenommen haben. Unser ganz besonderer Dank geht an Wolfgang Behr und seine Leute von der LG für die professionelle Unterstützung.
 
Am 23.04.2010 wurde auf einem 0,25 Hektar umfassenden Maisacker eine Bepflanzungsaktion unter dem Motto "Mer pflanzen fer die Katz" mit einer 10. Schulklasse des Fachbereich... 

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